ess‘ ich nicht“ sagt mein Mann und wendet sich ab mit Grausen.
Warum mag fast niemand mehr Kutteln? Versteh‘ ich nicht!
Liegt es an der Zubereitung? Kann eigentlich nicht sein. Die meisten Metzger bieten Kutteln geputzt und vorgekocht an. Der Preis ist überhaupt kein Argument, kosten sie doch fast gar nichts.
Der Geruch mag ja ein wenig eigenartig sein, das lässt sich durch ein kleines Bad in leichtem Essigwasser beheben.
Überhaupt…Innereien stehen nicht hoch im Kurs, schade…so ein Tier kann doch nicht nur aus Filet bestehen. Ich jedenfalls, steh‘ total auf Kutteln. Die Kutteln in Trollingersößle von meiner Nachbarin „zum Niederknien“, oder saure Kutteln mit Bratkartoffeln…mhh.
Dafür lass‘ ich jedes Steak liegen.
Mein Rezept ist von einer lieben Freundin, die beim Essen die gleichen Vorlieben hat wie ich. Die Kutteln schmecken mit knusprigem Weißbrot am besten. Aufgewärmt am allerbesten. Ganz perfekt funktioniert einfrieren. Nach dem Auftauen schmecken sie fast noch besser als frisch gekocht. Bratkartoffeln dazu, schon hat man die schönste italienisch-deutsche Liaison.
Gerade als ich diesen Post vorbereite kommt noch eine Kutteln-Liebhaberin um die Ecke. Na, wer sich” Wildes Huhn” nennt, den kann nichts schrecken!
Kutteln in scharfem Tomatensugo
80g Möhren
100g Staudensellerie
100g Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Chilischote, gerne auch 2
Olivenöl
1 Tl Tomatenmark
2 Do geschälte Tomaten
400ml Gemüsebrühe
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer
600g geputzte, gekochte, in Streifen geschnittene Kutteln (gibt‘s so beim Metzger)
Petersilie, Minze, Pecorino.
Gemüse schnippeln, in Olivenöl andünsten, Tomatenmarkt zugeben und anrösten.
Tomaten mit Saft, Brühe und Lorbeer zugeben. Eine Stunde einreduzieren, dann Kutteln dazu und nochmal ca. 30 Minuten weiterschmurgeln. Abschmecken.
Mit Petersilie und Minze und Pecorino anrichten.



Ja die Kutteln, habe ich noch nie selbst zubereitet, doch der Mann meiner Kinder konnte sie aus dem FF kochen , und nur von ihm, mit seinen Bratkartoffeln habe ich sie gegessen. Und bis jetzt von niemandem anders.
Deine Version sieht sehr appetitlich aus.
Wer weiß, vielleicht wage ich mich doch mal dran
lieben Gruß Gaby
Gaby,
die schmecken s…..lecker. Aber es gibt so viele gute Sachen zum Essen, wer’s nicht mag muss sich nicht zwingen. LG
Mmmh – das hätte ich locker heute nochmals gegessen. Mit Tomatensauce kenn ich sie auch, aber scharf und mit Minze hatte ich sie noch nie. Sieht lecker aus. Werd ich beim nächsten Mal ausprobieren.
Liebgruss von der Wilden Henne
Frau Henne,
sei bloß nicht so streng beim Nachkochen….so mit Deinem Bewertungssystem!
Hab ich aktuell auch für nächste Woche bestellt
Ich bin ein Fan der schwäbischen, sauren Version. HMhhhhhh!
Heike,
sehr gut, da komm ich dann gleich zum Essen vorbei.
Die schwäbische Kuttla sind scho’ guat.
Lustig ist ja, dass es hier in den Foodblogs vor allem Frauen sind, die auf Kutteln stehen. Bislang dachte ich, ich sei da einsam auf weiter Flur.
Frau Henne,
das muss die Emanzipation sein, Männer sind jetzt Vegetarier und Frauen treffen sich beim “Fleisch”.LG
Ich kann deinen Mann verstehen … damit könntest Du mich auch jagen.
Ich kann die abr sagen … es sieht echt gut aus so in Sauce
Lg Kerstin
Kerstin,
ja, ich weiß schon, die mag nicht jeder. Ich muss immer allein essen!!LG
Renaissance der Kutteln in foodblogs. Interessieren würden sie mich schon.
Robert,
wenn ich so sehe was Du kochst, denk’ ich die könnten Dir schmecken!!
Probier sie aus – ich bin gespannt, auf welche Art Du sie machen würdest.
Kutteln sind als Jeongol (Eintopf) sehr bekannt in Korea – eher scharf und pikant (ganz neu), aber ich bin diesbezüglich auf der Seite Deines Mannes – Frottee!!
Natürlich nichts gegen Deine Kochkünste, Sybille!
Missboulette,
ich renn’ mit meiner Vorstellung von gutem Essen dauernd gegen Windmühlen…bin ich also gewöhnt. Allesfresser (ich) versus Selektierer(mein Mann) ist halt nicht so einfach.LG
Hmm, eigentlich – ja eigentlich dürfte ich mir gar kein Urteil erlauben – habe ich diese Kutteln noch nie probiert. Aber irgendwie reizen die mich auch so gar nicht und innerlich sträubt sich irgendwas dagegen. Hmm, ich weiß nicht, warum und eine Erklärung gibt`s nicht. Ich geh` in meine Ecke und schäme mich – sieht nämlich wirklich recht lecker aus.
Viele Grüße von Kerstin
Kerstin,
dann schaust Du dir Die Kutteln nur an und isst ein leckeres Stück Kuchen dazu. Geht auch!!
LG Syb
esse ich nicht, wenn ich es weiss, weiss ich es nicht, esse ich es!
Bolli,
die kann man nur so schlecht verstecken. Aus Kaninchen, “Hühnchen” machen ist einfacher:)
Ich oute mich hiermit auch als jemand, der Kutteln nicht mag. Dabei habe ich sie auch noch nie probiert. Aber mit Innereien habe ich es einfach nicht… wobei, wenn sie so appetitlich wie bei Dir präsentiert werden, würde ich sie wahrscheinlich zumindest mal probieren!
Viele Grüße und schöner Tag noch,
Juliane
Juliane,
probieren ist völlig ausreichend. Meine Männer würden niemals kosten, die schauen nicht mal in den Topf:)
Dir auch einen schönen Tag.
Bei dir würde ich die Kutteln essen (und in Herrlingen auch).
Das kann schon sehr, sehr lecker sein, aber irgendwie hat man sich eine InnereienPhobie in den letzten Jahren zugelegt.
Bei meiner Mutter früher habe ich die Kutteln geliebt….Wir haben die auch manchmal nur mit Salz und Pfeffer gegessen mit Butterbrot….
Ganz lieber Gruß
Martina
Martina,
meine Arbeitskollegin ißt sie auch nur mit Salz und Pfeffer. Ich ess’ ja alles gerne was so ein bisschen “daneben” ist.
Ganz lieben Gruß zurück
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