tomatenblüte
2011-12-14 12.37.06

Gekochte Frotteetücher….

ess‘ ich nicht“ sagt mein Mann und wendet sich ab mit Grausen.
Warum mag fast niemand mehr Kutteln? Versteh‘ ich nicht!
Liegt es an der Zubereitung? Kann eigentlich nicht sein. Die meisten Metzger bieten Kutteln geputzt und vorgekocht an. Der Preis ist überhaupt kein Argument, kosten sie doch fast gar nichts.
Der Geruch mag ja ein wenig eigenartig sein, das lässt sich durch ein kleines Bad in leichtem Essigwasser beheben.
Überhaupt…Innereien stehen nicht hoch im Kurs, schade…so ein Tier kann doch nicht nur aus Filet bestehen. Ich jedenfalls, steh‘ total auf Kutteln. Die Kutteln in Trollingersößle von meiner Nachbarin „zum Niederknien“, oder saure Kutteln mit Bratkartoffeln…mhh.
Dafür lass‘ ich jedes Steak liegen.
Mein Rezept ist von einer lieben Freundin, die beim Essen die gleichen Vorlieben hat wie ich. Die Kutteln schmecken mit knusprigem Weißbrot am besten. Aufgewärmt am allerbesten. Ganz perfekt funktioniert einfrieren. Nach dem Auftauen schmecken sie fast noch besser als frisch gekocht. Bratkartoffeln dazu, schon hat man die schönste italienisch-deutsche Liaison.
Gerade als ich diesen Post vorbereite kommt noch eine Kutteln-Liebhaberin um die Ecke. Na, wer sich” Wildes Huhn” nennt, den kann nichts schrecken!

Kutteln in scharfem Tomatensugo

80g      Möhren
100g    Staudensellerie
100g    Schalotten
2          Knoblauchzehen
1          Chilischote, gerne auch 2
Olivenöl
1 Tl      Tomatenmark
2 Do     geschälte Tomaten
400ml   Gemüsebrühe
2           Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer
600g    geputzte, gekochte, in Streifen geschnittene Kutteln (gibt‘s so beim Metzger)
Petersilie, Minze, Pecorino.

Gemüse schnippeln, in Olivenöl andünsten, Tomatenmarkt zugeben und anrösten.
Tomaten mit Saft, Brühe und Lorbeer zugeben. Eine Stunde einreduzieren, dann Kutteln dazu und nochmal ca. 30 Minuten weiterschmurgeln. Abschmecken.
Mit Petersilie und Minze  und Pecorino anrichten.

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Dieser Beitrag wurde am Februar 7, 2012 um 9:59 nachmittags veröffentlicht. Er wurde unter Kochbuch, salzig abgelegt und ist mit , , , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

24 Gedanken zu „Gekochte Frotteetücher….

  1. Ja die Kutteln, habe ich noch nie selbst zubereitet, doch der Mann meiner Kinder konnte sie aus dem FF kochen , und nur von ihm, mit seinen Bratkartoffeln habe ich sie gegessen. Und bis jetzt von niemandem anders.
    Deine Version sieht sehr appetitlich aus.
    Wer weiß, vielleicht wage ich mich doch mal dran :-)

    lieben Gruß Gaby

  2. Gaby,
    die schmecken s…..lecker. Aber es gibt so viele gute Sachen zum Essen, wer’s nicht mag muss sich nicht zwingen. LG

  3. Mmmh – das hätte ich locker heute nochmals gegessen. Mit Tomatensauce kenn ich sie auch, aber scharf und mit Minze hatte ich sie noch nie. Sieht lecker aus. Werd ich beim nächsten Mal ausprobieren.
    Liebgruss von der Wilden Henne

  4. Frau Henne,
    sei bloß nicht so streng beim Nachkochen….so mit Deinem Bewertungssystem! :)

  5. Hab ich aktuell auch für nächste Woche bestellt :)
    Ich bin ein Fan der schwäbischen, sauren Version. HMhhhhhh!

  6. Ich kann deinen Mann verstehen … damit könntest Du mich auch jagen.

    Ich kann die abr sagen … es sieht echt gut aus so in Sauce ;)

    Lg Kerstin

  7. Renaissance der Kutteln in foodblogs. Interessieren würden sie mich schon.

  8. Kutteln sind als Jeongol (Eintopf) sehr bekannt in Korea – eher scharf und pikant (ganz neu), aber ich bin diesbezüglich auf der Seite Deines Mannes – Frottee!!
    Natürlich nichts gegen Deine Kochkünste, Sybille!

  9. Hmm, eigentlich – ja eigentlich dürfte ich mir gar kein Urteil erlauben – habe ich diese Kutteln noch nie probiert. Aber irgendwie reizen die mich auch so gar nicht und innerlich sträubt sich irgendwas dagegen. Hmm, ich weiß nicht, warum und eine Erklärung gibt`s nicht. Ich geh` in meine Ecke und schäme mich – sieht nämlich wirklich recht lecker aus.

    Viele Grüße von Kerstin

  10. esse ich nicht, wenn ich es weiss, weiss ich es nicht, esse ich es!

  11. Ich oute mich hiermit auch als jemand, der Kutteln nicht mag. Dabei habe ich sie auch noch nie probiert. Aber mit Innereien habe ich es einfach nicht… wobei, wenn sie so appetitlich wie bei Dir präsentiert werden, würde ich sie wahrscheinlich zumindest mal probieren!

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  12. Bei dir würde ich die Kutteln essen (und in Herrlingen auch).
    Das kann schon sehr, sehr lecker sein, aber irgendwie hat man sich eine InnereienPhobie in den letzten Jahren zugelegt.
    Bei meiner Mutter früher habe ich die Kutteln geliebt….Wir haben die auch manchmal nur mit Salz und Pfeffer gegessen mit Butterbrot….
    Ganz lieber Gruß
    Martina

  13. Pingback: Kimchi + Tomatenblüte | missboulette

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