tomatenblüte
2012-04-20 14.52.14

Danke….Frau Hay…

wenn von Donna Hay ein neues Buch auf den Markt kommt, kauf`ich es….unbesehen!
Nicht unbedingt um daraus zu kochen sondern zum Anschauen. Einfach zum Niederknien schön.
Bei den Rezepten hingegen befällt mich oft tiefes Misstrauen. Kann Kochen wirklich so einfach sein? Kann ich gar nichts Besonderes wenn ich kochen kann? seufz….
Beispiel: Man nehme geschlagene Sahne, vermische sie mit Karamellcreme, ab in ein Metallgefäß, vier Stunden in den Tiefkühler, ganz kurz antauen und genießen.
(Nur so nebenbei…es schmeckt grandios).
Bisher ging dieses Eis so…Eier im Wasserbad aufschlagen, kalt ausschlagen…..usw.
Worauf ich hinaus will:  es muss nicht immer kompliziert sein um was Tolles zu zaubern und manchmal ist simpel ganz fabelhaft.
Ofenrisottos sind in ihrem neuen Buch. Der Backofen macht die meiste Arbeit. Gerührt wird überhaupt nicht.
Dass man gar nicht dauernd rühren muss weiß ich schon länger,  jetzt also ganz ohne…probier ich aus.
(Nur so nebenbei….es wurde grandios).

Ich hab’ natürlich nicht die Absicht nur noch super simpel zu posten. Doch gerade wird hier renoviert…da finde ich das schon ganz praktisch.
Außerdem: ich koche gern, gerne auch aufwändig, doch ewig lange Rezepte schreiben….puuhh…..da ist mir kurz oft lieber!
Was mich sofort zu meiner nächsten Frage führt. Ich möchte schon immer wissen: Wie genau und ausführlich sollen die Rezepte denn sein? Ich hab’ immer den Eindruck, dass eh’ alle toll kochen können und supergenaue Anleitungen gar nicht nötig sind. Lieg’ ich da richtig oder falsch??

Spargelrisotto aus dem Ofen

300g         Arborio   (bei mir Carnaroli)
1125ml     Brühe     ( bei mir eine Mischung aus selbstgemachtem Hühnerfond und
Spargelwasser)
80g            Parmesan gerieben
40g            Butter
Schale einer halben Zitrone und ca. 1Tl Zitronensaft.
500g          Thai-Spargel (nicht aus Thailand. Von einer kleinen Gärtnerei, hier aus der Gegend)
Bratbutter

Backofen auf 180° vorheizen.

Reis mit heißer Brühe zusammen in eine Auflaufform geben. Mit Alufolie verschließen und für 40 Minuten in den Backofen geben.
Nach 30 Minuten den Spargel in Butter anbraten und nach persönlichem Geschmack würzen.
Risotto aus dem Backofen holen. Er wirkt jetzt ein wenig suppig. Butter und Parmesan unterrühren (jaaa…jetzt darf man…). Zironenschale und Saft dazu. Noch etwas frischen Pfeffer drüber und mit dem Spargel anrichten.

Für mich war dieser Risotto PERFEKT. Ich mach’ ihn nicht mehr anders.
Die Zutaten lassen sich beliebig ändern. Wichtig ist nur die Garzeit und das genaue Verhältnis von Reis und Flüssigkeit.
Danke…Frau Hay….und ich werde jetzt mehr aus Ihren Büchern kochen…nicht nur lesen!

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Dieser Beitrag wurde am April 24, 2012 um 12:01 vormittags veröffentlicht. Er wurde unter Kochbuch, salzig abgelegt und ist mit , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

37 Gedanken zu “Danke….Frau Hay…

  1. Hört sich leckereinfach an. Wir sind auch fleißig am packen u ausmisten. Vielleicht sehen wir uns Donnerstag noch in Traumi. Sonst spätestens am Samstag. Vielen <3 lichen Dank schon mal im Voraus. Kuss. Ncy

  2. Kann natürlich nur für mich sprechen, aber ich finde deine Anleitungen genau richtig. Nicht zu knapp und alles wichtige ist immer enthalten.

    Milchreis mache ich ja nur noch im Ofen (http://cooketteria.blogspot.com/2012/01/teurgoule-reisterrine-nach-gaston.html). Kann mir also gut vorstellen, wie cremig dein Risotto geworden ist. *Sofort ausprobieren will*

  3. Danke …. Frau Sybille …. ;-)
    Jetzt brauche ich doch ein Kochbuch von Frau Hay!
    Und das Risotto-Rezept probiere ich aus, unbedingt!

    Ich finde es übrigens auch gut, wenn die Rezeptanleitungen etwas ausführlicher sind. Es sollen ja auch die Koch-Anfänger und – Lehrlinge nachkochen können. Du machst das schon richtig so ;-)

  4. Also vornweg – das mit dem ungerührten Risotto hört man ja allenthalben. Bislang glaubte ich da ja nicht daran – Millionen Italiener können doch nicht irren. Unsere Nonna, die Ex-Schwiegermutter meiner Schwester, ist eine 90jährige Italienerin aus Milano, und die rührt Risotto immer. Wenn wir der sagen würden, dass Risotto nicht mehr gerührt wird, würde die mich mitleidig lächelnd aber sowas von hochkant aus der Küche schmeissen… ;-)
    Aber wenn Du sagst, dass das Risotto ungerührt sämig war, dann glaube ich Dir das unbesehen. Mir fehlt einfach ein bisschen die Zwiebel drin ;-)
    Für mich ist Deine Rezeptbeschreibung so in Ordnung. Aber ich hatte vor einiger Zeit mal ein Rezept in aller Kürze gepostet, da habe ich gleich zwei Mails gekriegt, mit der Bitte um die ausführliche Version. Seither poste ich in epischer Länge ;-)
    Ich warte im Moment ja nur drauf, dass mich jemand anmailt, ob ich noch schreiben könne, wie man Spargel richtig kocht, wenn ich doch schon die Sauce dazu poste… ;-)

  5. Du sprichst hier so viele Themen an. Zu jedem könnte ich länger schwafeln aber versuche mich zu beherrschen:
    1. Risotto rühren heißt ja nicht ständig rühren und am Herd kleben bleiben (von wem weiß ich das? Von Herr L. ;))
    2. Ich mag Rezepte, wenn sie nicht komplizierter klingen als nötig und so sind sie bei dir! Hatt ich doch noch nie Apfelstrudel gemacht aber mit deiner Beschreibung war es kein Ding.
    3. Ich habe nichts gegen aufwändige Rezepte, nur dann muss sich der Mehraufwand spürbar lohnen. Im Übrigen wird hierzulande zu wenig zelebriert, frische schöne Zutaten roh /pur / simpel angemacht zu genießen, was ich schade finde. So häufig wird Gemüse zerkocht oder so mit Gewürzen zugedröhnt, dass der Eigengeschmack verdeckt wird. Wenn in der Gastronomie nach aufwändigster Zubereitung das Ergebnis eher “neutral” schmeckt, ist es mir suspekt. Dafür brauchte es ja weder frische noch gute Zutaten.
    4. Dann husche ich mal zur wilden Henne für das Spargelrezept… ;)

  6. Tolle Idee.
    Aber brauch ich nun auch ein Hay’sches Kochbuch?? ;-)

  7. Donna Hay Bücher sind wunderschön. Und Dein Gericht steht in nichts nach.

  8. Klingt so, als wenn ich das auch mal probieren muss….. ;) Bei mir gab’s heute auch Spargel-Risotto – allerdings gerührt. ;)

  9. Hmmm, Sybille, das ist wieder was für mich Risottfan …Dein Risotto sieht fantastisch aus.
    Ich glaube ich werde 120 Jahre alt, um auch alles kosten und probieren zu können ;-)

    Deine Rezepteinstellungen finde ich sehr gut, alles dran und drin, ich komme gut zurecht
    Liebe Grüße
    Gaby

  10. Ah, das ist es also! oooch, genau mein neues Buch magst du nicht so? ich kann noch kein Fazit abgeben, bisher hab ich nur Bilder und Rezepte angeschaut, aber noch nichts gekocht. Aber anspringen tut mich allerhand. Mal sehen….

    Zu den Rezepten: Da bin ich auch nicht sehr exakt. Ich schreibe meine Rezepte wohl eher nicht für Anfänger, aber ich bin ja auch kein Kochbuch, sondern ein Genusstagebuch ;-)

  11. Hi du,
    was machst Du für tolle Sachen…und da ich nicht mehr jeden Tag schauen kann komme ich grade mit lesen und staunen nicht hinterher.
    Freue mich schon Dich nä. Freitag zu sehen, vorher wird s wohl nichts. Da ich morgen in Stgt. bin.
    Am Wochenende mache ich Linsenpuffer nach Deinem Rezept, wie Du weisst, liebe ich Linsen in jeder Form.
    Umarmung
    Martina

  12. Ich habe von Donna Hay auch vier oder fünf Kochbücher, aber irgendwann habe ich aufgehört, weil ich das Gefühl hatte, dass sich alles wiederholt. Wenn ich ein Rezept suche von ihr, habe ich meistens keinen Ahnung mehr in welchem Kochbuch ich suchen soll. Das letzte Mal ist mir aber ihr Buch mit den Schritt-für-Schritt Anleitungen untergekommen. Das finde ich schon sehr gut. Das hat mich sofort angesprungen. Das Risotto schaut übrigens super aus. Im Backofen habe ich es noch nie probiert.

  13. Ich hab das Rezept ausprobiert – und ganz ehrlich gesagt, es war lecker. Allerdings war das Risotto erst nach 70 Minuten gar. Geschmacklich und von der Konsistenz her konnte ich keinen Unterschied zu meinem gerührten Risotto feststellen. Der einzige Unterschied ist, dass mein gerührtes Risotto in 20 Minuten gar ist.

    • Tja…was soll ich sagen, dann würde ich bei der gerührten Variante bleiben ;) gefällt dir doch eh`besser.
      Bei mir waren die angegebenen 40 Minuten perfekt.
      Hast du die Flüssigkeit heiß oder kalt aufgegossen??
      Oder nimmst du Arborio? Bin ratlos!
      Reis scheint ja irgenwie mysteriös zu sein. Beim schwarzen Reis lese ich immer, einweichen über Nacht und dann noch ewig lang kochen. Bei mir ist der immer nach 40 Minuten fertig ohne einweichen. (Das hab’ ich schon mal probiert und hatte dann Matsch). :)

      • Ich hatte Arborio und die Flüssigkeit war heiss. Von wegen gefällt besser – ne, wie gesagt, geschmacklich und von der Konsistenz her war der Risotto absolut gleichwertig. Aber die lange Garzeit hat mich abgeschreckt.
        Also ich habe eine Zwiebel in Olivenöl angedünstet, dann den Reis dazu, Safran, abgelöscht mit einem Schluck Weisswein, dann die ganze Geschichte in eine grosse Schüssel gekippt, Brühe dazu, ein Lorbeerblatt, schwarzer Pfeffer, Alufolie drüber und ab in Ofen damit. War da was falsch im Ablauf? Also das Resultat war 1A,

      • Nee, garantiert nicht! Haken wir jetzt unter ” Das Leben ist einfach wundersam” ab.
        Du hast ja Erfahrung….Käsekuchen!!!! Der bizelt mich noch….woooo ist der Fehler? Grübel, grübel…

  14. Heike meinte, dass der Ofen zu heiss war, ich nehm nochmals einen Anlauf. Morgen hol ich zum dritten Mal ein Kilo Quark.

  15. Der Spargel schaut so lecker auf dem Bild aus, mhmmmmmm

  16. Pingback: Überschuss…. « tomatenblüte

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