tomatenblüte
2012-09-07 16.04.57

Es war einmal….

und weils so schön war..

vor gar nicht langer Zeit….viel schöner als jetzt!!
Wärmer, farbiger, fruchtiger und “heller”. Da konnte man draußen noch schöne Fotos machen und musste nicht mit Kunstlicht rumfummeln.
Fast hätte ich die kleinen Tartes vergessen…immer gut wenn man zwischendurch Fotos durchschaut.
Auf jeden Fall, an einem dieser letzten Spätsommertag sind die kleinen Schokotartes entstanden und passen jetzt… genauso wie zu jeder anderen Zeit.

Zum Rezept gibts nicht wirklich viel zu sagen…nur die ewig gleiche Leier…wirklich gute Schokolade kaufen.
Mir persönlich sind hochwertige Kuvertürechips am liebsten.
Kakaogehalt irgendwo zwischen 60% und 70%.
Sorten deren Kakaogehalt noch höher liegt sind zum Backen nicht unbedingt besser.

Mürbteig für die Förmchen ist auch nicht weiter bemerkenswert, doch wie immer gibt es auch da ein paar kleine Tricks die den Teig vielleicht doch noch besser machen.

Teig ohne Ei schmeckt unvergleichlich mürbe …ist aber auch fast ein Garant für einen kleineren Nervenzusammenbruch…weil Bruch…wörtlich zu nehmen ist.
Mit Ei ist man da schon besser bedient, wenn alle Teigschalen heil bleiben sollen.

Ein Löffel Essig zum Teig sorgt ebenfalls für splitternden Genuss.
Nur Mut…vom Essig schmeckt man nichts.
Vor dem Backen unbedingt gut kühlen…noch besser kurz anfrieren. Sorgt  ebenfalls für himmlische Knusprigkeit….ihr seht schon….mürbe….ist für mich Gesetz.
Was noch?
Ach ja…ich mag keinen Zucker in meinem “süßen” Mürbteig. Zucker im Teig und in der Füllung und vielleicht auch noch in der Sahne( wenn gewünscht)….das ist nix für mich.
Teig ohne Zucker aber mit einer ordentlichen Prise Salz.

Ganache Törtchen

Mürbteig

Für 8 kleine Tarteformen ( macht auf jeden Fall 8…zwischen 2 und 4 Schalen schrotte ich fast immer beim Rausholen…das sind dann meine Krümelkekse…

240 g Mehl
120 g Butter
1 kräftige Prise Salz
1-2 El Eiswasser
1Tl heller Essig

Zutaten zügig zusammenkneten.
Zwischen Plastikfolie auswellen.
Eine Folie abziehen.
Über den Förmchen abrollen.
Mit dem Wellholz drüberrollen und jetzt die oberer Folie abziehen.
… und jetzt erst kühlen oder einfrieren.
Nach mindestens einer Stunde Kühlzeit (Einfrieren ist noch viel besser) backen.
Und jetzt gestehe ich euch einen lebenslangen Frevel…ich habe noch NIE Hülsenfüchte oder Backkugeln oder irgendwas eingefüllt zum Blindbacken.
Ich hole ihn aus der Kühltruhe und backe ihn bei 180° ungefähr 20 Minuten…fertig.
Der Teig wölbt sich schon beim Backen …das ist mir aber egal. Sobald ich ihn raushole senkt sich der Boden und nach dem Abkühlen ist der Boden genauso flach wie mit Hülsenfrüchten…und besser durchgebacken ist er außerdem.

Doch ich will niemanden zu Ketzertum  ;)  anregen…macht ihn wie ihr wollt.
Schmecken wird er so oder so.

Ganache

200 g Kuvertürechips 70%
200g  Sahne
eine Prise Muskatnuss…nicht zu zimperlich. Was für den einen die Tonkabohne … ist für mich die Muskatnuss. Zusammen mit Schokolade einfach köstlich…

Sahne aufkochen, von der Platte ziehen und die Schokolade unterrühren. Zwischendurch immer mal kurz umrühren bis die Schokolade geschmolzen ist.
Muskatnuss unterrühren und in die vorgebackenen Tartelettes füllen.
Kühlen.

Holunderspiegel

Holundergelee oder irgend ein anderes, das euch schmeckt, in einem Topf erwärmen bis es flüssig ist.
Vorsichtig einen Spiegel auf die abgekühlten Tartelettes gießen.

Einen wunderschönen ersten Advent wünsche ich euch!

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Dieser Beitrag wurde am Dezember 2, 2012 um 6:15 vormittags veröffentlicht. Er wurde unter Kochbuch, süß abgelegt und ist mit , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

46 Gedanken zu “Es war einmal….

  1. Noch nie hab ich es geschafft Schoko-Tarte oder Tartelettes zu fabrizieren- wahrscheinlich hab ich auf deine Erklärungen zum Mürbeteig gewartet…. Danke für ein Sonntagmorgenvergnügen, das sich wunderbar zu klassischem Klavier genießt….
    Schönen 1. Advent

  2. Solch einen schönen Rand würde ich mal gerne hinbekommen. Welche Formen benutzt Du? (Solche schönen Fotos würde ich auch gerne hinbekommen, aber ich frage nicht, welche Kamera Du benutzt, das würde auch nichts helfen bei mir ;-) )

  3. Ein schoener Satz: was fuer den einen die Tonkabohne, ist fuer mich die Muskatnuss.
    Unterschreibe ich!
    Und ich werde mal probieren, das Blindbacken bei Muerbteig wegzulassen. Bei Blaetterteig ist das Ergebnis mit Beschweren besser.

    • Eline,
      beim Blätterteig mache ich das auch weil er ja flach bleiben soll.
      Beim Mürbteig waren meine Blindbackversuche mit Auflage eher ein Flop. Ich komme ohne einfach besser zurecht.
      Ein ” Hoch” auf die Muskatnuss!

      Liebe Grüße :)

  4. Das ist ein wunderbares erstes Advendsschmankerl der ganz besonderen Art, die Bilder lassen einem das Wasser im Munde zusammenlaufen. Super Bilder woe machst Du das nur, Ich bin ja eher die mit dem Foto auf dem Kriegsfuß steht.

    Ich wünsche Dir und deiner Familie einen schönen Adventssonntag
    LG Kerstin

    • Kerstin,
      das Essen vor das Fenster stellen. Schwarzer oder weißer Stoff als Hintergrund und nah rangehen. Mindestens 10 Fotos machen und das Beste nehmen!

      Ich wünsche dir und deiner Familie auch einen wunderschönen Adventssonntag.
      Sybille

  5. Echt, ohne Blindbacken? Mich nervt das auch immer etwas, zumal ich das letzte Mal blöderweise das Backpapier zwischen Linsen und Teig vergessen habe und das Rauspulen ein Desaster war ;-)
    Werde ich auch mal testen.

    Wünsche einen schönen 1. Advent!

    • Britta,

      Blindbacken schon, aber nix drauf.
      Ich weiß nicht wie die anderen das machen aber mir pappt immer der halbrohe Teig an der Unterseite am Backpapier fest und der Rand ist immer schon durch.
      Du siehst…was bei allen funktioniert klappt bei mir nicht.
      Hoffentlich geht bei dir das Backen “ohne” nicht in die Hose.

      Liebe Grüße und einen schönen 1. Advent
      Sybille

  6. Hihi, ich bin auch zum Muskat-Freund mutiert und habe die Tonkas in ein entferntes Döschen verbannt. Ohne Hülsenfrüchte habe ich mal ein derart großes Fiasko erlebt, dass ich die Böhnchen-Freiheit nicht wage. Trotz Einfrierens. Ich sehe, es lohnt den Mut! Ach ja, könnte ich so ein Törtchen haben bitte? :D Liebe Grüße!

  7. schöne Tarte, schöne Fotos, ich backe auch nicht blind und das hat bisher immer geklappt. Es war einmal, schöner Holunder…. aber es wird wieder…

    Ein schönes Adventwochenende
    Liebe Grüße
    ennah

  8. nochwas zum Blindbacken- Kuchen in der Sprigform, da “backe” ich den Boden je nach Belag unterm Grill kurz vor – ohne Beschweren- und forme dann den Rand, so hab ich die beste Erfahrung bislang.

  9. Gott sei Dank hast du die Fotos nicht vergessen, liebe Sybille! :-) Ich hab gerade so unglaublichen Appetit auf diese Törtchen bekommen….

    • Lieber Dirk…die gehen ganz schnell.
      Bis zum Kaffee könnte es klappen….

      Liebe Grüße und einen süßen Sonntag

      • Was für köstliche Törtchen und die Idee dieser Kombination, klasse! Das mit den Fotos, ooohhhh, ich kann jetzt auch nur schreiben eins kommt manchmal durch, das ist wie verhext, doch bei Dir sehen die so was von gut aus. Bildbacken mit Erbsen das habe ich nie probiert, die Kullerteilchen die wären bei mir in der Ganzen Küche. Aber ich habe mich für ‘s Blindbacken mit einem Glasboden (von einer anderen Form und genau die Größe vom Mittelteil meiner Tarteform) entschieden, doch recht hast Du auch hier der Rand dunkel und in der Mitte noch ganz hell, ergo, ich werde es so machen wie Du, danke für den Tip. Einen schönen Adventssonntag und liebe Grüße Ingrid

      • Liebe Ingrid…schon wieder eine gute Idee.
        Form in der Form!!
        Danke fürs Weitergeben :)

        Liebe Grüße und dir auch einen schönen ersten Advent :)

      • Ich fürchte, ich komme heute leider nicht mehr zum Backen.. Fotografieren, solange noch Tageslicht ist, Fotos bearbeiten, Blogbeiträge schreiben, und Pasta e fagioli wollen auch noch gemacht werden…. Ein Stress, so ein Bloggerleben… ;-) Aber deine Teilchen kommen auf meine Nachkoch(back)liste in Pinterest…

      • och…ich weiß genau von was du sprichst…. :)
        Du bist auch unter die “Papper” gegangen…ich geh gleich mal schauen :) :)

      • @Dirk
        Ich war jetzt eine Woche im Keller am basteln und hatte nicht mal Zeit, um meine liebsten Blogs zu lesen, geschweige denn zu kommentieren. Bin total im Rückstand. Heute lese ich jetzt eine Woche nach, aber Posts vorbereiten für diese Woche wollte ich auch noch und heute Abend was kochen ebenfalls. Du hast Recht, so ein Bloggerleben artet manchmal ganz schön in Stress aus. Aber schön ist es trotzdem :-)

      • bin ja erst ein halbes Jahr dabei, aber es begeistert mich jeden Tag mehr. Noch nie habe ich mich soooo viel mit Essen beschäftigt und noch nie so viel hinzu gelernt. Eine echte Bereicherung! :-) Wenn nur das Zeitkonto nicht wäre, auf dem ich immer im Minus bin, das ist schon bisweilen sehr schade…

  10. Sieht sehr hübsch aus. Und die Tipps für den Mürbeteig habe ich mir grad hinter die Ohren geschrieben. Du weisst ja, für mich bist Du in Sachen Backen die Grösste! Dir glaub ich alles ohne zu hinterfragen :-)

  11. ich hänge auch hinterher, soviel gibt es zu erledigen,
    Jetzt sitze ich hier und bewundere Deine grandiosen Törtchen Sybille,
    keine falsche Bescheidenheit, so toll
    lieben Gruß
    Gaby

  12. Ich schließe mich der Muskat-Fraktion an! Grandiose Törtchen hast du da fabriziert. Ich mag solche Schoko-Tartelettes ohnehin sehr gerne. Aber mit Muskat und Holunderspiegel sind sie gleich noch toller!

  13. Ich liebe Muskatnüsse und Tonkabohnen. Wobei ich die Muskatnuss gerade bevorzuge, Tonka passt nicht so ganz zum Fondue auf dem Herd. ;-)

  14. Gar köstlich liegt es auf dem Teller, die Gabel bereit mir ein Stück zum Kosten zum Munde zu führen… aber nur virtuell :(

    Sieht einfach nur entzückend aus, dein Tartelette!

  15. Wie kann man sowas Schönes vergessen zu posten? Ich bin ja backtechnisch leider so minderbemittelt. Das hier freut mein Herz und meine Augen!

  16. Hmmm, sehen verführerisch aus, und ich musste erstmal genauer hinschauen, um die Proportionen mir vorstellen zu können, aber also große Tarte wäre sie bestimmt genauso gut ;-)

  17. Liebe Sybille,
    Schokolade und Muskat – toll! Ich experimentiere derzeit mit Muskatblüte herum, und meine Versuche werde ich dann, inspiriert durch dieses Rezept, auch mal um Schokoladiges erweitern. Die kleinen Tartes sehen herrlich aus – und das sage ich, obwohl ich gerade von einer Geburtstagsfeier mit einem so gehaltvollen Nachtisch komme, dass ich eigentlich die ganze Woche nichts Süßes mehr sehen können müsste ;-).

  18. Pingback: Späte Pflaumen-Leckereien « faltmanufaktur

  19. Ich bin nicht die große Backtante, aber… 1. die Tarte schaut grandios aus, und die Ganache ist perfekt gelungen, 2. das mit dem Essig werde ich sicher ausprobieren, davon habe ich noch nie zuvor gehört und 3. hast Du den Schmäh mit den kreuzweisen Backpapierstreifen schon probiert?
    Lieben Gruß aus Wien von Frau Ziii

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