tomatenblüte
Bresshuhn

K….kocht….

Bressehuhn

Bressehuhn

Bondage

Huhn gebraten

…falsch…er brät!
Ein Huhn….ein ganz besonderes Huhn…ein Bressehuhn
Nur vier Prachtvögel sind bei Familie Cicorella eingeflogen und einen habe ich abbekommen.
Das ist für mich schon etwas ganz besonderes, denn eigentlich stehe ich mit Geflügel auf Kriegsfuß. Ich traue den ganzen Händlern weder bei Eiern, noch Geflügel über den Weg.
Vor Jahren habe ich bei einem Händler hier in der Gegend ein paar (lebende) Enten direkt aus dem Stall gekauft… was ich da gesehen habe entsetzt mich noch heute.
Ich muss das jetzt auch nicht weiter ausführen, ich denke mal über die Zuchtbedingungen bei Geflügel wissen wohl die meisten Bescheid.
Doch zurück zum Huhn.
Mein Sohn wünscht sich schon lange so ein ganzes Göckele aus dem Rohr und die Mama hat diesmal nichts zu melden…er will es selber machen
Ein paar Tipps, ein wenig Assistenz meinerseits…alles andere ist sein Werk.
Beim Rezept wäre mir ein ganz schlichtes Huhn ohne Füllung oder sonstigem Beiwerk lieber gewesen, doch der Koch entscheidet und er hat es richtig toll gemacht.
Gerade die Füllung hat super geschmeckt.
Was ein Bressehuhn so ganz anders macht als ein “normales” Huhn, merkt man nicht nur am Geschmack, sondern vor allem am Geruch.
Nichts in der Küche “stinkt” nach Gockel, nach Hühnerstall…. es duftet…

Gebratenes Huhn

Gewürzbutter

125g Butter
2      Knoblauchzehen
Schale einer Zitrone
1Prise Chili
1Prise frisch gemahlener Pfeffer
1Prise Salz
1/2 Tl frisch geschnittener Rosmarin
Alles gut miteinander vermischen und kalt stellen.

Füllung

100g  Knödelbrot
30g    Pinienkerne
1 Bund Petersilie, fein geschnitten
30g     geriebener Parmesan
1/3     von der Gewürzbutter
Alles gut vermischen.
Die Füllung ist ein bisschen trocken und bröselig…aber das wird schon.

6 Kartoffeln, geschält und in 1cm dicke Scheiben geschnitten
Salz und ein weiteres Drittel von der Gewürzbutter.
Gut mit den Händen vermischen.

Backofen auf 190° Umluft aufheizen.

Huhn waschen und trockentupfen.
Die Brusthaut vorsichtig mit den Fingern lösen.
Das letzte Drittel Gewürzbutter unter der Haut verteilen.
Huhn füllen.
Mit kleinen Holzspießchen und Faden verschließen.
Wie…kann man auf dem Foto sehen.

Kartoffeln in eine große Form schichten.
Huhn draufsetzten.
Ich lege das Huhn immer zuerst seitlich in den Bräter, damit die Brust nicht zu schnell fertig wird (das war jetzt so ziemlich der einzige Tipp der befogt wurde, die sind so eigensinnig diese Kinder heutzutage….ts…)
Nach 20 Minuten, die andere Seite und wieder nach 20 Minuten mit der Brustseite nach oben.
Unser Huhn (1500g) war nach 70 Minuten durch.
Saftig und auch die Brust war nicht zu trocken.

Vom Essen gibts keine Fotos.
Der Vogel stand mitten auf dem Tisch, heiß und köstlich.
Wir haben abgeschnitten, gekostet, gelobt, genossen, wieder was abgesäbelt….es hat schrecklich  ausgesehen auf dem Tisch…. und es hat soooo gut geschmeckt!!

Noch mehr kochende Söhne , ich meine… bratende, sind hier zu bewundern…..

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Dieser Beitrag wurde am Januar 8, 2013 um 6:25 vormittags veröffentlicht. Er wurde unter Kochbuch, salzig abgelegt und ist mit , , , , , getaggt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

39 Gedanken zu „K….kocht….

  1. Ein schönes Gigelä hat Dein Sohn da gebraten! Sehr schön!
    Noch eine kleine Geschichte zum Thema Sohn und Brathähnchen. Als der Junghahn klein war, so ca. 4 Jahre alt, habe ich mal ein Grillhähnchen aufgetischt.
    Ich: Wiillst Du ein Bein oder einen Flügel.
    Er: Was ist das für ein Tier?
    Ich: Ein Huhn.
    Er: Wirklich? Naja, dann also ein Bein.
    Wir essen, er isst alle Beilagen, das Bein bleibt auf dem Teller liegen.
    Ich: Wieso isst Du das Fleisch nicht?
    Er: Ich habe Angst!
    Ich: Wieso?
    Er: Ich weiss nicht, wie ich das machen soll.
    Ich: Guck so…
    Zeige, wie er das Bein halten soll und direkt vom Knochen nagen.
    Er: Ich kann das nicht anfassen.
    Ich: Wieso denn nicht.
    Er: Ich habe Angst, dass dann das Bein in meiner Hand noch zappelt.

  2. Fulminant der Auftritt des Zöglings ;-) (unsereins mußte sich mit Spaghetti begnügen…) Nein, ehrlich. Was für ein wunderschönes Huhn. Stimme dir zu, bin auch immer mißtrauisch, habe aber das Glück, dass eine Arbeitskollegin von Herr H., bzw deren Oma, immer mal wieder ein paar Hühnchen mästet. Die wiegen dann bloß zarte 3 kg. Damit komme ich eine Weile aus :-) Aber dafür gibt es Huhn leider auch nie ganz :-(

  3. Oh, mjam, Neid!
    Ganz, ganz selten kriegt man hier auch mal eines, sie schmecken wirklich zu gut :-)
    Ich sag es immer wieder, das französische Federvieh schmeckt sowieso immer um Klassen besser, das kauf ich am liebsten.

  4. Also… Bis einer meiner drei Jungs einen solchen Vogel zubereiten kann, bin ich wahrscheinlich alt und grau und geh am Stock…

  5. Man sieht’s woher der Sohn das Kochgen hat. Mir läuft nur schon beim Anblick das Wasser im Munde zusammen.

  6. Erstens sieht das Huhn wirklich genial aus und zweitens warte ich jetzt auch zu, dass meine größer werden – wenn’s dann solches Essen gibt. Wobei ich glaube, geröstete Maultaschen könnte ich schon kriegen…..:-)

  7. Das ist ein, nein, das Huhn überhaupt, aus einer guten Quelle wunderbar! Perfekt das Fleisch und wie köstlich zubereitet mit der Füllung die Butter muss ich mir merken.
    Gratuliere, der Junior hat in einer super Küche genossen und gut aufgepasst und macht selbst, dass wünsche ich mir sehr, leider meint mein “Großer” einziger ab und zu Küchenhelfer: mach Du nur, ich schau zu und genieße anschließend. Ich habe aber Hoffnung in unsere Familie hat Opa gekocht und der Onkel kocht gut also vielleicht ein Spätzünder….. Liebe Grüße Ingrid

  8. wunderbar, ich hab letztes Jahr bei uns eins ergattert und mit Morcheln zubereitet, sensationeller Geschmack, da hast du recht.
    Kompliment an den Jungkoch!

  9. Mein Sohn kocht leider nur ganz selten privat- der ist nämlich Koch von Beruf, Freizeitvergügen ist für ihn was Anderes- und er schätz es immer noch sehr von mir bekocht zu werden, was ich wiederum als Kompliment sehe….
    Hühner aus Frankreich- nicht unbedingt Bresse, aber Freiland, kriege ich hier regelmäßig- und da schon als Kind eins meiner Lieblingsessen Göckele mit Pommes Frites war- freu ich mich über meine gute Bezugsquelle.
    Und hör jetzt auf Romane zu schreiben- ein Hoch auf das Huhn und auf die Söhne! *pling*

  10. hach, schmelz, ich kenne das Gefühl, wenn die großen “Kinder” mit Kochen anfangen, und sich weiterentwickeln, einfach toll. Das Huhn ist der Hammer, Klasse!
    Und das mit dem Kirschbaum im Bauch, das war auch bei mir lang im Kopf.Und das mit dem Zunge rausstrecken zur vollen Stunde, o je. :-)

  11. bei solchem Geflügel würd ich mich von Dir gerne adoptieren lassen.

  12. Wenn Dein Sohn heute öfters mal vorbeischaut, dann soll er auch lesen, dass er sehr stolz sein kann auf dieses geniale Bresse Huhn. Und seine Mutter kann stolz sein auf ihren Sohn. Und ich habe jetzt Hunger bzw. Lust auf ein Brathuhn.

  13. Für mich gerne mit Fülle, sieht lecker aus!
    Und: SEHR schön vernäht!!

  14. Ein großes Kompliment! Meine kids haben sich erst wirklich mit Kochen beschäftigt, als sie aus dem Haus waren (bzw. wenn Mutter überhaupt nicht verfügbar war). Dann aber umso mehr, sehr erfreulich ;-)

  15. Ach so ein Hühnchen – wunderbar! Ich habe, wegen des fehlenden Sohnes, das erste Mal ein Hühnchen mit unter die Haut geschobener Würzbutter gemacht. Es schmeckt super. Wobei das Hühnchen hier sieht irgend besser aus… :D

  16. Pingback: Unerwartete Begegnung « ninivepisces

  17. Die Fotos sind klasse – zeigen richtig schön die “Realität” – gefällt mir!

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