tomatenblüte
Birnen in Blätterteig

Betrunkene Kinder….

Birnen in Blätterteig

gibts heutzutage ja nirgends mehr.
Steht irgendwo eine Schwarzwälder Kirschtorte rum..schwupps… wird sie den lieben Kleinen unter der Nase weggezogen und die Variante mit Saft hingestellt.

Warum aus den Kindern dann komasaufende Jugendliche werden …keine Ahnung, ich für meinen Teil habe das Komasaufen ins Kleinkindalter verlegt und bin seither Antialkoholiker mit Ausnahmen.

Als ich sechs war, haben mich meine Teenagercousinen bei einem Familienfest mit Kosaken Kaffee abgefüllt.
Vier oder fünf Stamperle…nur unter Androhung von elterlichen Strafmaßnahmen haben sie die Zahl verraten…und ich bin wie von der Axt gefällt zusammengeklappt.

Ein kopfschüttelnder Notarzt…ratlose Erwachsene….heulende Cousinen….ein wirklich gelungenes Fest.

Wie gut, dass das vor fast fünfzig Jahren passiert ist.

Heute käme sofort das Jugendamt, Kindesentzug….Heimkind…Psychologen, Therapie…da müsste ich dann wirklich um meine geistige Gesundheit fürchten.
So habe ich die Alkoholvergiftung bestens überstanden und bleibende Schäden sind auch nicht auszumachen….finde ich jedenfalls.
Vielleicht sollte ich mich mal umhören…könnte schon sein, dass das nicht jeder so sieht.
Ich erzähle euch das eh nur, damit ich meine alkoholfreien Birnen an den Mann, das Kind oder die Frau bringe.
“Saftbirnen”…klingt doch gar nicht sexy…da können die “Birnen in und an Rotwein” schon eher mit einem Namen punkten, der den Gaumen beflügelt.
Ist aber eigentlich wurscht…die mit Saft sind auch gut und um die gehts heute überhaupt nicht.
Es geht um den Blätterteig. Den wollte ich euch näherbringen und euch dazu verleiten ihn doch bitte selbst zu machen.
Das lasse ich jetzt aber auch bleiben…nachher steht wieder in den Kommentaren: Och..ja..aber ist doch kompliziert und so weiter und so fort….
und die, die das nicht schreiben, wissen ja eh wie man ihn macht!

Saftbirnen

8       kleine Birnen, geschält und nicht entkernt.
1       Flasche Birnensaft  natur
350g  Zucker
3        Kardamomkapseln (öffnen und die Kerne rausnehmen)

Saft, Zucker und Kardamom aufkochen.
Die Birnen in den Sud setzten.
2  Minuten kochen lassen, ausschalten und abkühlen lassen.
Wenn alles kalt ist, wieder aufkochen und 2 Minuten kochen lassen….
4 oder 5 mal wiederholen.
Dann sind die Birnen fertig. Können dann eingeweckt werden oder man isst sie gleich!

Blitzblätterteig

Unten kommt der Link zum Rezept mit 1A Anleitung.
Da kann nichts schiefgehen.
Ich gebe zum Teig immer noch 2 Tl Essig.
Was übrig bleibt, zu dünnen Platten ausrollen.
Mit Backpapier separieren und einfrieren.

http://www.essen-und-trinken.de/backschule/135162/blitz-blaetterteig-grundrezept.html

Blitzblätterteig

Blitzblätterteig

Erste Tour

Erste Tour

Fertigstellen

Den Teig 3-4 mm dick auswellen und Kreise ausstechen.
Streifen schneiden und auf die Kreise einen zweiten Ring setzen.
Rand mit Eigelb bestreichen.
In den Kreis einen Löffel Pekmez , Marmelade oder Sirup geben.
Birnen in den Kreis setzen.
Bei 210° backen, bis der Blätterteig schön goldbraun ist.
Mit Pekmez beträufeln, oder Schokosahne dazumachen, eine Ganache unter die Birnen spritzen oder….

Birnen mit Pekmez

Lasst es euch schmecken…

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This entry was published on Januar 13, 2013 at 6:55 vormittags. It’s filed under Kochbuch, süß and tagged , , , , , , . Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

46 thoughts on “Betrunkene Kinder….

  1. jetzt hab ich da grad ein Päckchen Fertig Blätterteig im Kühlschrank, um heute deine Pasteis de Nata zu machen und nun kommst du mit sowas…. ;-)
    Na gut, probiert ich dann demnächst.

    Heißt das, dass du schon über 50 bist? Also irgendwie liest du dich viel jünger :-)

    Wünsche einen schönen und süßen Sonntag :-)

    • Ja…ja… im Sommer werde ich sechsundfünfzig.

      Ich sehe aber keinen Tag älter als vierundfünfzigdreiviertel aus und im Inneren kann ich spielend zwischen fünfzehn und siebzig hin-und herspringen :D :D

      Wünsche dir auch einen schönen, süßen Sonntag

  2. Wie wunderbar, wenn der Sonntagmorgen gleich mit einer solchen Schönheit beginnt- das paßt grade noch rein nach meinen Hafer-Brötchen- Frühstück. Dein Obst- immer wieder bewundernswert
    meint Ninive

  3. Liebe Sybille, das sieht mal wieder wow aus! Gestern in Kreuzberg musste ich übrigens an Dein Rezpt von neulich denken mit dem Tahin-Sirup-Dings, suchte eilig den nächsten türkischen Lebensmittel-Laden auf und konnte mit meiner etwas unpräzisen Erinnerung natürlich nicht fündig werden. Aber ein Granatapfel-Sirup ist dabei herausgekommen, den müsste man doch auch selbst mit Tahin mischen können, oder? Deine Pekmez-Birnen sehen jedenfalls zum Anbeißen aus, und Dein Plädoyer für home-made Blätterteig überzeugt mich.

    • Liebe Claudia,
      mit diesem Pekmez probiere ich gerade intensiv rum.
      Granatapfelsirup mit Tahini schmeckt richtig gut. Meine Mischung ist viel weniger süß als die fertige Creme, was mir besser schmeckt. :)

      • Das klingt gut, dann werde ich auch mal eine eigene Tahini-Version probieren. Ich bin schon gespannt, was Du mit diesen Tahin-Sirup-Mischungen noch alles Schönes posten wirst!
        Die Kinder-Trunkenheits-Geschichte ist ja übrigens herrlich, schlimme Cousinen ;-).

  4. Deine “nicht-betrunkenen Birnen-Kinder” sehen sehr gut aus ;-)
    Nach dieser Geschichte kann ich gut verstehen, warum Du keinen Alkohol magst, den würde ich nach einem solchen Erlebnis wahrscheinlich auch nicht mehr anrühren.

  5. Selbstgemachter Blätterteig: Immer! Wenn man einmal verstanden hat, wie es geht… Und das ist ja immer so, bei allen Geheimnissen der handwerklichen Künste!
    Birnen: Wunderbar altmodisches Obst!
    Ein Tipp: Das überschüssige Mehl sollte unbedingt immer ganz abgefegt werden – dann ist es perfekt.
    Ich hab heute morgen Topfenkipferl gemacht – das ist meine schnelle blättrige Variante… Einen super Sonntag wünscht Dir Yushka mit Family!

  6. Wunderschön, ich kann kaum glauben, dass die “Sockel” mit dem Blitzblätterteig so blättrig werden… Frucht ist nicht so meins, aber Pasteis de Nata (siehe Britta). Muß ich probieren! Und, ja, wow, du kommst wirklich wesentlich jünger rüber. Da kann man mal sehen, Zahlen sagen gar nichts :-)

  7. Schick sieht das aus…..mich hat meine Tante als Kind mit einer Orangensaft-Eierlikör-Mischung abgefüllt. Alkohol-Vergiftung hatte ich keine, aber die Kombi kann ich mir heute ehrlich gesagt auch nicht mehr so recht vorstellen, schüttel……

  8. Wie schön die aussehen! Wir haben an unserer Hochzeit die kleine Tochter einer Freundin mit unserer Hochzeitstorte “abgefüllt”. In der untersten Etage war Alkohol und deshalb gab es extra ein Kuchenschild. Das hat die Mama der Kleinen nicht gesehen… Das Ergebnis: Ein kotzendes Kind, das dann schnell nach hause musste, um seinen ersten Rausch auszuschlafen.
    Herzliche Grüße,
    Dani

  9. Die Birne der Blätterteig, mit dem Sirup einfach köstlich. Was mache ich mir immer für eine Mühe mit reduzieren und da gibt es Traubensirup zu kaufen, muss doch mal intensiver in unserem türkischen Geschäft rumschauen. Ja und der Blätterteig so schön blättrig und super gelungen! Wenn man ein Rezept, das Machen einmal drauf hat, was gar nicht so schwer ist, dann gibt es nichts mehr von der Kühltheke. Dir einen wunderschönen Sonntag und liebe Grüße Ingrid

  10. Wie schön! Mir ging es als Kind ähnlich: da hatten die Eltern einer Klassenkameradin eine Bar im Keller mit, wie ich meine, köstlichem Limoncello. Am Ende des Spielenachmittags saßen da dann zwei betrunkene Siebenjährige… Deine Saftbirnen klingen als Variante zur Rotweinbirne auf jeden Fall wunderbar :)
    Liebe Grüße
    Julia

  11. Ich hab tatsächlich noch nie selber Blätterteig gemacht…

    Wie du bereits erwähnst, hat mich der Aufwand und die Komplexität bisher immer von diesem Projekt abgehalten. Wenn ich mir aber das Video so anschaue, da habe ich wohl definitiv was verpasst bisher :)

    • Lieber Marco,

      ich habe extra den Blitzblätterteig gemacht. Der ist so einfach und genauso fein wie der “normale” Blätterteig. Wobei der auch nicht kompliziert ist.
      Mich stört einfach die “Butter”… die im Industrieteig gar NICHT drin ist.
      Grüßle :)

  12. Deine Birnen auf luftigem Kissen siehen super-lecker aus, würde ich gleich zum Nachmittags-Tee essen. Lustigerweise habe ich grad gestern wiedermal einen Blitzblätterteig gemacht und mich dabei gewundert, dass ich den nicht öfter selber machen – weil doch so einfach! Herzlichst, Verena

  13. Die Birnen sehen unglaublich gut aus. Ich oute mich trotzdem hier im Kommentar: ich habe noch NIE Blätterteig hinbekommen. Ich würde einen Kurs buchen, wenn ich ihn finden würde. Ich liebe Blätterteig und die Teilchen, Stückchen usw. daraus. Hach…

  14. Hey Du Schnapsdrossel ;)
    wie gut dass Du den Ausrutscher gut überstanden hast, Ich hab als Kind immer die Weinschorle von meinem Opa gemopst … der Wein war aber auch sausüffig *-*
    Deine Birnen sehen fantastisch aus auch ohne Allehol … mein letzter selbstgemachter Blätterteig hat mich fast zum Verzweifeln gebracht, dein Rz ist ein wenig anders, das probier ich doch mal aus.

    LG Kerstin

  15. Liebe Sybille
    irgendwie habe ich es doch geahnt, dass wir “fast” gleich alt sind.
    Ich wurde übrigens mit Bier groß gezogen. Was heißt, dass es zu jeder normalen Hauptmahlzeit für uns Kinder ein kleines Gläschen Bier am elterlichen Tisch gab.
    Und nichts anderes.
    Die Folge war, dass später Bier, und auch anderer Alkohol, für mich als Jugendlicher sowas von uninteressant war, dass ich keinerlei Verständnis für meine gleichaltrigen Kumpels hatte, die sich jedes Wochenende mit ihren konsumierten Biermengen brüsteten.
    Kontrolliertes Lernen könnte man das also nennen.
    Noch früher wurde der Babyschnuller ja auch gerne in Met eingetaucht um schreiende Kinder ruhig zu stellen.
    Da sage ich nur: Hurra, wir leben noch!
    P.S. Mein eigenes Birnenrezept kommt demnächst ;-)

    Mit leckerem Gruß, Peter

    • Lieber Peter,

      ich amüsiere mich halt immer ein wenig über die Hysterie der Eltern, wenn in der Sauce ein Schluck verkochter Wein ist.
      Doch das lässt sich noch weitertreiben…Integralhelme auf dem Bobby Car…und anschließend 5 Stunden vor den Fernseher.
      Auch über “Gefahr” und “gefährlich” lässt sich trefflich diskutieren.

      Liebe Grüße
      Sybille

      • Wir haben irgendwie die gleichen Gedanken. Hier fahren auch manchmal Kinder mit Helm auf dem Bobbycar vorbei – ich tippe mir innerlich an die Stirn. Mein Sohn wollte neulich zum Geburtstag Schwarzwälder Kirschtorte – hat er gekriegt. An die Saucen kommt schon mal ein Schluck Wein. Meine Kinder werden auch nicht mit dem Auto überall hin gefahren, sobald mal ein Wölkchen am Himmel steht. Die haben nämlich Füße und Fahrraäder und Energie. Und irgendwie bin ich jetzt echt froh, dass ich ein Pseudonym habe, sonst würde vermutlich morgen das Jugendamt auf der Matte stehen….

      • Ja, liebes Magentratzerl,
        sei nur froh, dass niemand weiß wer du bist. Man kann nicht vorsichtig genug sein.
        Mein Sohn ist ja schon groß und ich bin alt und weise ;) da kann ich mich so fahrlässig äußern :)

  16. Bei uns ging es auch schlimm zu: uns wurden die Früchte aus der Bowle zum “Leckern” gegeben. Ich würde es aber nicht mehr wissen, aber es wurde auf Super-8 festgehalten … Den Traubensirup habe ich noch nicht gefunden, heute kam erstmal eine Flasche Granatapfelsirup mit nach Hause. Da werde ich doch mal was probieren (habe aber nur Fertig-Blätterteig…) Liebste Grüße!

  17. hm Sybille, da hast Du wieder was ganz Besonderes gezaubert!
    Ja, der Blätterteig, seit der Schulzeit habe ich keinen mehr gemacht. Es reift in mir ;-)

  18. Sieht super aus! Wie aus einem tollen Dessertkochbuch!

  19. Pingback: Pochierte Birnen mit Vanille und Zimt… Herr von Ribbeck wäre hingerissen! | Chestnut & Sage

  20. Pingback: From tarte au riz to Pastéis de Nata – with Fregola Sarda and Cocoa Whole Spelt Puff Pastry | Food with a View

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