tomatenblüte
2012-06-29 18.45.08

Das erste Ma(h)l….

mit Interail unterwegs…1975……in Portugal gelandet und nicht mehr weitergefahren. Da wollte ich bleiben und nicht mehr nach Hause fahren. Die Sonne, das Meer, der bombastische Strand, Galão bis zum Abwinken und jeden Tag…mehrmals…ein Besuch in der Pastelaria.
Pasteis de Nata und Orangenkuchen waren unsere Lieblinge (ich bin bis heute auf der Suche nach einem Rezept für portugiesischen Orangenkuchen…bitte schicken wenn ihr eins in der Schublade habt).
Warum ich die Küchlein bis heute nicht gebacken habe…keine Ahnung…vielleicht wollte ich mir die Erinnerung nicht zerstören. Ich möchte auch nicht mehr nach Portugal in Urlaub fahren. Der Tourismus hat auch dort gewütet und aus dem Fischerdorf eine Touristenhochburg gemacht. Na, ja, selber schuld, die schönsten Ecken der Welt bleiben einfach kein Geheimnis wenn man jedem davon vorschwärmt.

Die Küchlen haben jedenfalls Premiere in meiner Küche, sie sind für mich die süße Erinnerung an meinen ersten Urlaub…allein…ohne Eltern und…tata…zum ersten Mal habe ich ein Bild bearbeitet.
So viele erste Ma(h)le, das passt zu Zorras Event…..und zu Nata ganz besonders!

Pasteis de Nata

Blätterteig aufrollen, wieder zusammenrollen und in 12 Stücke schneiden.
Platt drücken und in Muffinförmchen legen. Die Förmchen sind nicht komplett ausgefüllt. Kühl stellen.

Creme

Eigelb mit etwas Zucker, Stärke und einem Schluck Milch glatt rühren. Restliche Milch und Sahne erhitzen und die Eiermilch langsam dazuschütten und jetzt so feste rühren wie ihr könnt, einmal aufkochen, von der Platte wegziehen. Zitronenschale dazu und abkühlen lassen. Mit Frischhaltefolie abdecken.
Das könnt ihr hier bei einer ähnlichen Creme auch noch sehen.
Kalte Creme in die Blätterteigkörbchen füllen. Ruhig voll machen, es macht nichts wenn die Creme beim Backen etwas über den Teig läuft. Das sieht am Ende richtig gut aus.

Backofen auf 250° aufheizen und die Küchlein ca. 15 Min. backen bis die Oberfläche dunkle, fast verbrannte Stellen bekommt. Dann sind sie richtig.  Fertig.

Ich setzte mich jetzt in eine stille Ecke, esse Pasteis de Nata und bin noch mal achtzehn.

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This entry was published on Juli 1, 2012 at 3:43 nachmittags. It’s filed under Kochbuch, süß and tagged . Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

54 thoughts on “Das erste Ma(h)l….

  1. Oh, die habe ich kürzlich auf meine To-bake-Liste gesetzt. Und Deine schauen so hyperverführerisch aus (tolle Fotos!), werden nachgemacht. LIebe Grüße und einen schönen Sonntag wünsche ich Dir :)

  2. Na, das passt ja. Auch wenn die Törtchen gar nicht nach mir benannt sind. – Danke für die Teilnahme!

  3. Das klingt richtig toll! Hab’s direkt auf meine Nachkochliste gepinnt! :D

  4. Hallo Sybille,
    ich hab ein portugiesisches Kochbuch mit einem Rezept für Orangenkuchen. Ich maile es dir morgen, ok?

  5. Oh wie lecker! Und so schön einfach ;-) die sind vorgemerkt und gibt es sicher sehr bald!

  6. das ist toll, so viele Jahre zurückzudenken und im siebten, süßen Himmel zu träumen.
    Habe heute an der Nachkoch/backliste abgearbeitet, und schwupps, steht schon wieder was drauf :-)

    liebe Grüße
    Gaby

  7. Du Verführerin *-*
    sabbernd sitze Ich vorm Läppi, hier duftet es nach Rettichalat und mir ist nach was Süßem … tztz jetzt muss ich weiterträumen, bei uns ist nix Süßes im Haus ;(

    Ich wünsche Dir einen schönen Abend
    LG Kerstin

    PS. : Hab eine tolle Buchempfehlung für dich … SAFTIG … ich blogs nachher mal, da sind gaaaanz tolle Sirup´s drin.
    Wenn Ich dir mal mit 10 oder 20 Siruprezepten aushelfen kann, sag Bescheid ;)

  8. Da kommt gleich wieder Sehnsucht nach dme letzten Urlaub auf – deine Pastéis sehen absolut verführerisch aus!

  9. Wollte ich schon immer mal Backen! Danke für die Erinnerung.

  10. Ich durfte diese Köstlichkeit probieren und auch noch für meine Männer 2 mitnehmen, besser gehts nicht… einfach köstlich…Danke Sybille für den herrlichen Abend und für das ausgezeichnete Essen.
    Martina

    • Martina,
      freut mich wenns euch geschmeckt hat!
      Sobald es etwas kälter ist (muss nicht so schnell sein) mach’ ich sie noch mal. Dann mit selbstgemachtem Blätterteig.
      Da schmecken sie garantiert noch besser!
      Grüßle

  11. Eine schöne Geschichte um das Rezept – das Blogevent hat sich Nata wirklich gut ausgedacht. Und Portugal hat auch heute noch schöne Ecken, denn der Tourismus bündelt sich meist in bestimmten Ecken. Aber ja, nix bleibt, wies ist. Fischerdörfer sind in Europa vom Aussterben bedroht…

    Jetzt bin ich gespannt, was du mit dem Eiweiß anstellst :)

  12. Ohhh, die Törtchen sehen sehr verführerisch aus. Ich glaub, ich muss doch nochmal backen dieses Jahr ;-)

  13. 8 Eigelb? Das passt ja super, muss demnächst ein Eiweiß-Brot für Mama backen, da bleiben 8 Eigelb über – perfekt. Vielen Dank für die leckere Idee :-)

  14. habe ich verdammt lange nicht mehr gebacken, seit es sie bei meinem Schinkenhändler Da Rosa an der Kasse gibt….

  15. Die wären für mich auch das erste Ma(h)l. Dabei liebe ich sie. Manchmal gönne ich sie mir aus der portugiesischem Kaffee um die Ecke. Dein Rezept merke ich mir und versuche mich zum ersten Ma(h)l. :D

  16. Perfekt, alle Zutaten zuhause! Wird heute noch getestet!

  17. Friederike on said:

    Oh, noch ein tolles Pasteis Rezept!! Ich hab sie ja noch nicht gebacken (aber bald!), habe aber vor kurzem bei Ilse (356) ein Rezept mit weniger Eiern gesehen und ein ziemlich zuckerhaltiges bei http://www.saborintenso.com (googeln, Pasteis de Nata), aber die portugiesische Anleitung ist nett. Das Plattdrücken des Teiges finde ich ja genial. Hast du die Muffinformen befettet + bemehlt und sind sie dann leicht rausgegangen?
    lg, Friederike

    • Friederike,
      nicht bemehlt und nicht gefettet. Sind ganz leicht rausgegangen. Die Anzahl der Eier hat mich auch ein bisschen erschreckt, doch das Rezept ist von einer Portugiesin, ich dachte mir, sie wird schon wissen wie es geht! :)

  18. Deine Küchlein genauso aus wie in dem berühmten Café in Lissabon. Und das beim ersten Mahl!

  19. um mich für das schöne Pasteis Rezept zu revanchieren, das ich bestimmt zubereiten werde wenn ich wieder in Wien bin und Sehnsucht nach meiner momentanten Heimatstadt Lissabon habe, hab ich zwei Rezepten aus einem klassischen portugiesischen Kochbuch übersetzt.

    Torta de Laranja (Orangentorte)
    6 Eier, 250 g Zucker, 1 Glas Orangensaft (=2dl), geriebene Schale einer Orange, 1 TL Maisstärke
    Die ganzen Eier, ohne zu schlagen mit dem Zucker vermischen. Die Maisstärke im Orangensaft auflösen und anschließend zusammen mit der Orangenschale zu der Eier-Zucker-Mischung geben. In eine gebutterte und gezuckerte Form geben und 20 Minuten bei niedriger Temperatur backen. Auf ein gezuckertes Tuch stürzen, die Enden abschneiden und mit Hilfe des Tuches einrollen. Zum Schluss noch mit Staubzucker bestreuen.

    Bolo de Laranja (Orangenkuchen)
    150g Zucker, 150g Butter oder Magarine, 150g Mehl, 3 Eier, 1EL Backpulver, 1 Orange
    Die Butter oder Magarine so lange mit dem Zucker aufschlagen, bis eine weißliche Creme ensteht. Die griebene Schale und die Hälfte des Saftes hinzufügen. Die Eier Stück für Stück hinzufügen und zwischen jedem Ei kräftig schlagen. Zum Schluss das Mehl vermischt mit dem Backpulver leicht in die Masse einrühren. Den Teig in eine gebutterte und gemehlte Form gießen und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten backen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, aus der Form stürzen und mit einem Sirup aus der anderen Hälfte des Orangensaftes und etwas Zucker begießen.

    Ich hoffe sie gelingen!

    • Oh…Anna…was bist denn du für eine “Liebe”. So viel Mühe hast du dir mit den Rezepten gemacht!
      Ich bin mir sicher, das Rezept nach dem ich suche ist ” Torta de Laranja “. Wenns was wird kommt es auf den Blog!!
      Momentane Heimatstadt…da kommt Sehnsucht auf….

      Ganz liebe Grüße und vielen Dank
      Sybille

  20. Martina Fechler-Raab on said:

    Martina hat mich auf deinen Blog gebracht, habe das Rezept gleich ausprobiert! Superlecker!! Jetzt mache ich mich an die kleinen Aprikosendinger, hab ja reichlich Eiweiß übrig.
    Martina ( die andere )

    • Hallo Martina,
      schön, dass du hier vorbeischaust.
      In der Stadt geht ja nix mehr zusammen!
      Du machst Aprikosendinger und ich brauch das Rezept für deine Lavaküchlein…. :) :) Martina hat so geschwärmt!
      Grüßle
      Sybille

  21. wie ich dieses Hüftgold liebe ;-) Die in Belem sind für mich immer noch die besten. Irgendwann dieses Jahr werde ich wieder in Lisboa sein und freue mich jetzt schon riesig auf diese Pasteis :-)

  22. Liebe Sybille
    Habe ds Rezept gelesen und gelesen und gelesen, und weiss immer noch nicht, was man mit den 300g Sahne macht…
    Danke für die Aufklärung.
    Bea Wyler

    • Liebe Bea,
      tut mir leid. Die Sahne ist beim Schreiben völlig untergegangen. Sie kommt einfach zur Milch dazu. Noch was…wenn man die Creme aufgekocht und weggezogen hat muss du noch ein bisschen weiterrühren weil der Topf noch viel Resthitze hat. Kannst den Topf damit es schneller geht auch in Eiswasser stellen.
      Liebe Grüße

  23. Pingback: Ideenlochstopfsüßes | missboulette

  24. Diese Dinger will ich morgen machen… suche mir gerade den Wolf nach einem Rezept das mir richtig gut gefällt und wo lande ich? Bei dir… hihi!

    Ich nehm dann mal deine Version und freu mich drauf!

  25. Pingback: Himmlische Törtchen – Pasteis de Nata | Kamafoodra

  26. Pingback: Frisch aus der Pastelaria | Kochpoetin

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