tomatenblüte
2011-12-19 17.18.47

Apfelstrudel…..

Mamas Bester. Mein Liebster… muss ich jetzt backen. Jeden Montag fahr‘ ich nach der Arbeit noch schnell bei meiner lieben Frau S. vorbei. Rentnerin und Hüterin von 15 netten Hennen und einem Mini-Hahn.(„der tut nur so als hätt‘ er was zu melden“ sagt Frau S.) heißt also, ich hol‘ dort meine Eier und weil die Hühner im Paradies leben (in einem riesigen Obstgarten) liegen neben meinen Eiern jedesmal noch Äpfel, Quitten Pflaumen…..was halt gerade so weg muss.
Zur Zeit ist das Apfellager wohl zu gut bestückt. Äpfel – groß wie Kürbisse – Ontario liegen jedes Mal neben meinen Eiern.
Apfelmus  gab‘s schon genug, diesmal also Apfelstrudel, wie aus einem dieser Ich-will-einen-Bauernhof-haben-Heftchen. Landliebe….Heimat….usw.
Die schießen ja aus dem Boden wie Pilze.
Die Sehnsucht nach der „ Guten,alten Zeit ” muss gewaltig sein. Ich bin da nicht so sicher ob ich die wirklich zurück haben möchte, dazu hat mir meine Mutter, ohne rosarote Brille, zuviel erzählt. Den Strudel kann man aber unmodernisiert übernehmen, der schmeckt einfach toll!

Apfelstudel wie bei meiner Mama

250g    Mehl
1 El      Öl
125ml  lauwarmes Wasser
1          Ei
Salz
2kg      Äpfel
50g      Butter
120g    Semmelbrösel
Rosinen und etwas Zucker, wer es süßer mag…. mir reicht die Süße der Äpfel,
ca. 100g Butter geschmolzen
Backofen auf 220° vorheizen.
Wasser, Ei, Öl und Salz verrühren. Zum Mehl schütten, zusammenrühren und dann kräftig kneten. Ich mach’s von Hand (hab‘ keine Küchenmaschine)
Einen Topf erwärmen und den Teig damit zudecken – ca ½ Stunde.
Semmelbrösel in 50g Butter hell anrösten.
Äpfel schälen, entkernen, vierteln und dann in Scheiben schneiden. Z.B. mit einem Gurkenhobel, aber Obacht!! Mir fehlt ein kleines Stückchen vom Daumen, meinem Sohn auch.
Tisch mit einem großen Tuch auslegen. Leicht mit Mehl bestäuben. Dann den Teig ausziehen. Lässt sich nicht gut erklären. Wer’s noch nie gemacht hat, schaut vielleicht   hier!
Butterbrösel draufstreuen, Äpfel drauf, mit dem Tuch/Tüchern aufrollen und mit dem Tuch auf ein Backblech bugsieren. Natürlich mit Backpapier belegt (ich liebe Backpapier, es macht das Leben leichter) mit Butter bepinseln und in den Backofen stellen 45 min. 200°-220°.
Immer wieder mit Butter bestreichen. Wenn der Strudel goldbraun ist rausholen. Lauwarm am besten. Mit Sahne, Vanillesoße, Eis…..
Ich mag den Geschmack von Äpfeln,Teig und Bröseln ganz pur. Keine Gewürze kein extra Zucker, außer die Äpfel wären sehr sauer.
Strudel gibt’s auch noch hier und hier und……

Mein Sonntagssüß….gesammelt wird heute bei Nina von Frl. Text.

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This entry was published on Februar 5, 2012 at 8:42 vormittags. It’s filed under Kochbuch, süß and tagged , , , , , . Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

22 thoughts on “Apfelstrudel…..

  1. Toll, endlich mal ein Apfelstrudelrezept, das ich nicht nur anschmachten sondern auch umsetzen werde. Deine Lieferantingeschichte liest sich rosarot ;)
    Hingegen oh weia, Unfall mit der Mandoline? Ich habe immer Angst, dass es eines Tages auch mir passiert. Oder mit der Küchenmaschine…

    • Btw probier mal Basilikumsahne (Basilikum gehackt plus Sahne ;)) dazu. Habe es auf einem Kochevent entdeckt. Passt grandios.

    • Su,
      ist mir nicht nur einmal passiert und wird wieder geschehen….ich weiß.
      Der Bub (jetzt Mann) ist dauerhaft traumatisiert. Er langt den Hobel nur mit multiplen Schutzvorrichtungen an.:)
      Basilikumsahne klingt super, werde ich machen. Ich mag ja auch Basilikumeis.
      LG
      Syb
      Gegen ein bisschen “Rosarot” bin ich auch nicht immun. Bloß nich’ zu viel
      Öhm…was für ein Kochevent??

      • Dann muss man sich ja Sorgen um dich machen – nimm lieber dicke Handschuhe oder lass großen Rest Rest bleiben ;)
        Das Event war ein bisschen wie das perfekte Dinner aber viel kleiner ;) Werd mal darüber berichten.

  2. ..nein, ich möchte die gute alte Zeit auch nicht wieder haben, denn dann könnte ich nicht mehr so wunderschöne Apfelstrudel bewundern und Geschichten lesen. Ich möchte statt dessen lieber eine gute neue Zeit!

  3. Nee, die alte, wohl in vieler Hinsicht nicht so gute, Zeit will ich auch nicht zurück haben. Aber so einen Apfelstrudel – den will ich! Egal um welche (Uhr)Zeit! ;)

    Hab’ einen schönen leckeren Sonntag!

  4. Ja genau, lauwarmen Apfelstrudel mit Eis, Sahne und Vanillesoße, so esse ich ihn am liebsten. So frei nach dem Motto
    Kann denn Süßes Sünde sein :-)

    liebe Grüße Gaby

  5. Jetzt ein Stück … ach wäre das soooo nett …
    Ich tausche ein Stück von meiner Sünde gegen deine ;)

    Lg Kerstin

  6. Ich liebe Apfelstrudel über alles. Aber ich backe nicht gern und das Gepfriemel mit dem dünnen Teig… ach ich hab den Nerv einfach nicht dazu.
    Man darf mich also gerne zum Strudelessen einladen :-))

    Lieben Gruss von der Wilden Henne

  7. Hmm, habe ihn gebacken – wunderbar, dass man bei deiner Version nur eine handvoll Zutaten braucht. Übrigens reichte es, den Ofen nach dem Teigausziehen anzuheizen :)

  8. Das freut mich jetzt wirklich sehr.
    Danke für den Energiespartipp.
    Basilikumsahne hab’ ich schon mal getestet, einfach so, mit nix dazu.
    Lecker! :)

  9. Den Apfelstrudel nehm’ ich gerne.

    Beim Lesen wird klar, dass nicht alles rosarot ist, ich freue mich auch, dass ich heute lebe, noch alle Fingerkuppen habe und ärgere mich, dass jetzt gerade kein Strudel da ist und ich keine Zeit habe, welchen zu machen… :-)

    • Barbara,
      ich hab’ natürlich schon ein wenig übertrieben. Es fehlen nicht die Kuppen, nur Teilchen !!
      Ich lerne aber nix draus. Der Restehalter dümpelt so in der Schublade vor sich hin. :)

  10. Pingback: Es ist Sommer… « tomatenblüte

  11. Pingback: Apfelkuchen, vergessen, nicht versunken, dafür mit Vanillesauce | Kamafoodra

  12. Pingback: Der König… « tomatenblüte

  13. Liebe Sybille,
    vielen Dank für den Ausflug aufs Land zu Frau S. und das Rezept.
    Die Tipps in dem Video sind sicher hilfreich.
    Wenn mein Leben mal etwas weniger aufregend ist, werde ich mich daran machen.
    Versprochen.
    Mit leckerem Gruß, Peter

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