tomatenblüte
Tahdig mit Huhn

Nicht die feine….

Reis mit Hühnchen

Art.
Gleich bei der Gastgeberin ein Rezept abzukupfern, doch was soll man auch immer lange rumsuchen…dazu sind die anderen doch da!
Schnappen und kochen…und fertig.
In den Kommentaren hat mich Frau Ninive dann noch auf die Idee gebracht endlich mal wieder Tahdig zu machen. Hatte ich schon ewig nicht mehr.

Tahdig ist persischer Reis mit Kruste, sozusagen die orientalische Dampfnudel!!

Man kann ihn mit Kartoffelkruste machen oder ohne..die Verwandtschaft zur Dampfnudel wird immer offensichtlicher…

Und jetzt noch was zum Reis.
Ich bin wirklich ein absoluter Reisfan und möchte behaupten in meinem Leben schon unzählige Reissorten probiert zu haben und auch unzählige Produkte.
Da kann man wirklich viel Schlechtes finden.
Inzwischen habe ich schon längst “meine” Sorten gefunden.
Basmati kaufe ich nur von “Tilda”…

Basmati

schon seit über zehn Jahren.
Alles andere kommt mir nicht (mehr) in den Topf, auch keine Biosorten.
Ich muss leider sagen, das war mitunter der schlechteste Reis den ich gegessen habe.

Tahdig mit Hühnchen und Dill

1 Biohühnchen (kein Suppenhuhn)
Gemüse-oder Hühnerbrühe (bei mir aus dem TK)

Hühnchen sachte in der Brühe weichkochen.
Das Huhn ist gar, wenn sich die Flügel leicht abtrennen lassen. Je nach Größe zwischen 45 und 60 Minuten.
Huhn rausnehmen und abkühlen lassen.
Die Brühe filtern.
Fleisch von den Knochen lösen.

Reis

2 Tassen Basmati
4 Tassen Brühe vom Hühnchen
Safran
Salz
1 großer El Butterschmalz oder Ghee
1 Handvoll Mandeln geschält
1 Handvoll Berberitzen

Ich muss gleich dazusagen: das ist nicht die klassische Tahdigmethode. Funktioniert aber auch.
Safran mit Salz mörsern
Zur Brühe geben.
Reis mit Brühe aufkochen. Deckel drauf und sofort auf die kleinste Stufe stellen.
Knappe acht Minuten so lassen.
Der Reis ist dann noch nicht fertig und noch nass.
Reis in eine Schüssel füllen.
Im Reistopf Butter schmelzen und die Berberitzen leicht anschmurgeln.
Reis auf der Butter aufhäufen.
Deckel drauf und auf kleinster Stufe 20- 30 Minuten garen.
Wenn es im Topf zu knistern anfängt ist alles gut.
Das ist jetzt wichtiger als irgendwelche Garzeiten..Nase und  Ohren benutzen.
Wenns stinkt, wars zu heiß oder zu lang.
Wenn sich gar nichts tut, gibts halt keine Kruste.
Topf ein bisschen stehen lassen, damit sich die Kruste besser löst.
Reis mit dem Hühnchen und den Mandeln anrichten.
Viel Dill drauf! Muss sein!
Meiner war eingeforen…fast so gut wie frischer.

Wir hatten noch Fleisch übrig. Suppe machen oder einfach das gleiche noch mal.

Das geht jetzt kurz vor knapp noch schnell direkt zu Ninive und Zorra.

Wenn jemand wissen will wo man fantastischen Reis bestellen kann….bitte fragen!

Dass ich mit meiner Vorliebe für Tilda Basmati nicht so falsch liege könnt ihr hier nachlesen!

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This entry was published on März 14, 2013 at 6:40 vormittags. It’s filed under Basics, Kochbuch, salzig and tagged , , , . Bookmark the permalink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

64 thoughts on “Nicht die feine….

  1. Das ist der beste Basmatireis – anderen kann man getrost im Regal stehen lassen. Ich schleppe das Zeug immer im 10-kg-Sack aus dem Asienladen mit nach Hause.
    Und Tadiq ist die beste Art, den besten Reis zu kochen; ein Traum!

  2. Reis anbrennen lassen, das konnte ich bei meinen ersten Kochversuchen vor vielen Jahren sehr gut ;-). Ich hab ein persisches Kochbuch, da liest sich die Beschreibung für diesen Reis etwas kompliziert, drum hab ich es immer sein lassen. Bei dir klingt es relativ gelingsicher, und knuspriges mag ich sowieso immer!

    • Meine türkische Freundin behauptet ja, niemand würde den Reis ohne Reiskocher machen. Glaube ich jetzt einfach mal nicht. Früher gabs die Dinger doch auch nicht und die Garmethode ist sicher schon uralt. Im Reis war übrigens dein wunderbarer Safran ♥

      • Reiskocher hab ich keinen. Aber als ich vor vielenvielen Jahren begann zu kochen, hatte ich die Vorstellung, Reiskochen sei unheimlich schwierig und ohne Kochbeutelreis sei da gar nix zu machen ;-)

      • Das Reisdämpfen (wie das meiste andere auch) hab ich von meiner Mama.

        Die war auch immer sehr modern und aufgeschlossen und hat sofort “Kochbeutelreis” ausprobiert als er in den Geschäften aufgetaucht ist….um ihn dann NIE wieder zu machen! :)

  3. Diesen Reis habe ich während meines Auslandssemesters in Budapest oft bei meiner iranischen Freundin aufgetischt bekommen… um die Kruste reißen sich immer alle bei Tisch. :)
    Sieht toll aus und du hast mich sehr neugierig auf den Tilda Reis gemacht…

    • Ich habe vor vielen Jahren einen indischen Kochkurs besucht.
      Der Leiter hat uns mehr über Basmati erzählt als über irgend was anderes. Von ihm kam die Empfehlung für diesen Reis und meine “Ausreißer” haben mich “alle” enttäuscht! :)

  4. Ich auch Tilda Basmati im 10 kg Sack :-) und nur noch den! Den Pilaw klingt sehr verlockend…leider muß ich noch auf meine Hühner warten. Und ohne meinen Reskocher mag ich nicht mehr leben (auch wenn’s den früher noch nicht gab ;-)).

  5. Genau den gleichen Reis verwende ich auch! Und da ich ihn so nicht kochen kann (Reis im Topf = Matsch), kommt bei mir immer alles in den Reiskocher, auf den ist einfach verlass :)

  6. Den Tilda Reis kannte ich bisher noch nicht, danke für den Hinweis, zumal Basmati genauso zu meinen Lieblingsreissorten gehört :) Beim nächsten Besuch im Asia Store werde ich mal etwas genauer stöbern…

    Tolles Foto übrigens ;)

  7. Oh ja, nur diesen Basmati-Reis, einfach eine gute Wahl! Keine Veränderungen in Sachen Geschmack . Ob Orient oder Asien auf den Tisch kommt immer ist “Tilda” dabei, aber ohne Reiskocher :) und jetzt wird es Zeit für die Kruste “Tahdig”und MACHEN, aber erst später heute ist ja VeggiDay.
    Liebe Grüße
    Ingrid

  8. Wenn etwas gut ist, soll es auch nachgekocht werden :-) Ich glaube, Frau Ninive freut’s.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

  9. So schön, mit der Kruste.. ich könnts glatt nochmal essen, in dieser Variante. Freu mich!

  10. Hier gibt’s auch nur Tilda, wenn es Basmati sein soll.

    Reis mit Kruste habe ich noch nicht hinbekommen, muss ich nochmal probieren

  11. Siechste mal: Bloggen bildet. Zwar hat meine Frau Mutter mir beigebracht, dass man Reis immer in etwas Knoblauch und Butter glasig anbraten und erst dann das Wasser hinzugeben sollte, damit er ein schön würziges Aroma erhält, aber von Reis mit Kruste hatte ich zuvor noch nie was gehört… Und es klingt verführerisch!

    • Knofi und Butter..auch so kenne ich ihn von meiner Mutter :) und noch so…und so…
      Wir waren uns beim Reis sehr einig und das Gen wurde ohne Unterbrechung weitergereicht an meinen Sohn :)

      • Das ist ja mal ein Ding! Und ich dachte immer, nur meine Mutter würde das so machen! Manches Mal mag ich meinen Reis auch ganz pur… Einfach nur reisig sozusagen. Das muss allerdings wirklich guter Reis sein! Aber wie gesagt, das mit der Kruste reizt mich schon sehr…

  12. vor einigen Jahren habe ich mir ein persisches Kochbuch gekauft, weil mir die Bilder und Geschichten darin so gut gefielen, da entdeckte ich auch den knusprigen Reis, habe mir einen Reiskocher gekauft, und Asche auf mein Haupt, noch nie was darin gemacht, die Anleitung ist in Englisch und so gut bin ich darin nicht. Nun steht er abgedeckt im Kabuff.

    Dein Reis sieht verführerisch aus, kommt auf die Liste ;)
    Nach Tilda muss ich Ausschau halten, habe ich hier noch nicht gesehen.
    Liebe Grüße :)

  13. Dein Reis sieht ja wirklich köstlich aus. Das Reis auch absichtlich eine Kruste bekommt, erfahre ich erst hier. Ich dachte bisher immer, die servieren einen eingetrockneten Reis vom Vortag. :-) Wird auch sehr viel in Afghanistan angeboten. Das muss ich dann doch einmal näher ins Auge fassen.

    Liebe Grüße
    Anna

  14. Ich täte dann vom Mandelhuhn nehmen, auf den Reis würde ich verzichten. Ich mag drum weder gebratenen Reis noch gebratene Nudeln (mit gebraten meine ich knusprig). Ich weiss, ich bin ein bisschen schnäderfräsig diesbezüglich ;-)

  15. Antje Radcke on said:

    Hach, da hast du jetzt aber Erinnerungen an meine persische Kochvergangenheit geweckt. *schwelg* :-)
    Das Schöne an einem Reistopf ist, dass man den Reis dann stürzen kann – und sich das herrliche Tahdig so auch erstmal optisch entfalten kann. Für Tahdig-Anfänger: Vielleicht erstmal lieber als erstes Kartoffelscheiben einlegen – falls man sich mit der Hitze vertut und das Ganze etwas zu dunkel wird, dann schmeckt wenigstens der Reis nicht so gemein verbrannt (mir täts jedenfalls sehr leid um meinen Nicht-Tilda-Bio-Vollkorn-Basmati-Reis ;-)
    Und für die persische Reiskochmethode ohne Reiskocher kann ich nur empfehlen, in den eingefüllten Reis mit dem Kochlöffelstiel ein paarmal bis zum Topfboden zu stechen (also so ‘ne Art Schornsteine zu bilden) und dann den Topfdeckel mit einem Küchentuch zu umwickeln (damit das Kondenswasser nicht zurücktropft). Hab ich so gelernt von meinen zahlreichen original iranischen Lehrmeister/innen…

  16. Mir knurrt der Magen, und das nicht nur wegen der Mittagszeit. Reis müsste ich auch dringend mal wieder zubereiten, und dann persisch und mit Dill – her damit :D

  17. Der Tilda ist tatsächlich auch mein Standardreis, die großen Säcke gibt es sogar hier in der Provinz zu kaufen, juhuu!
    Trotzdem geb ich nicht auf, Reis wie diesen aus fairem Handel zu suchen. Ob ich jemals fündig werde?

  18. Oh, das sieht mal wieder köstlich aus! Etwas Ähnliches habe ich meinem neuen Ottolenghi-Kochbuch entdeckt, da hat mich das auch schon angelacht. Und ich glaube, ich muss jetzt mal dringend nach Berberitzen Ausschau halten.

  19. Danke, liebe Sybille, für den Tipp mit dem Basmatireis. Ich bin da auch immer auf der Suche, und werde deinen Tipp ausprobieren, sobald meine Zeit der Enthaltsamkeit ein Ende haben wird… ;-) Das Foto sieht so lecker aus, dass ich es mir gar nicht lange anschauen darf!
    Lieben Gruß, Dirk

  20. Pingback: Lieblingsessen… | tomatenblüte

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